Pfinztal war Treffpunkt für das SWR4-Sommererlebnis

Gute Laune, Sommer, Sonnenschein und einen blauen Himmel hatten die Verantwortlichen für das Sommererlebnis mit dem SWR4 eigentlich gebucht. Den Sonnenschein suchte man allerdings vergebens, denn Regenschauer zogen übers Pfinztal hinweg. Damit die Besucher das unterhaltsame Programm im Trockenen und Warmen genießen konnten, verlegte man die Veranstaltung in die Räuchle-Halle.

Etwa 400 aus Pfinztal und der Region angereiste Gäste ließen es sich zunächst kulinarisch in der Halle gut gehen. Mit Pfinztaler Spezialitäten wurden sie von Helfern der Arbeiterwohlfahrt Söllingen und der Neuapostolischen Kirche bewirtet. Der Musikverein Söllingen war für die Getränke verantwortlich und die Pfinztaler Bäcker versorgten die Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Die Vorbereitungen waren getroffen, um auf dem Söllinger Schulhof eine Station des diesjährigen SWR4-Sommererlebnisses durchführen zu können. Unter Sonnenschirmen sollten die Gäste nicht nur Radio live erleben, sondern auch Pfinztal ein Stück weit kennenlernen. Leider hat der Sommer am 13. August eine Pause eingelegt, ein Erlebnis war die wegen der ungünstigen Wetterprognose kurzer Hand in die Räuchle-Halle verlegte Veranstaltung trotzdem. Der angekündigte Regen traf dann auch pünktlich um die Mittagszeit ein.

Der Tag mit dem Rundfunk, auf den man lange hingearbeitet hatte, erfüllte trotz der unvorhergesehenen Widrigkeiten alle Erwartungen. „Wir machen es heute ein bisschen anders als sonst“, hatte SWR4-Moderator Johannes Stier, der von Dorothee Seinsoth unterstützt wurde, die Gäste auf das Ambiente unter dem Hallendach eingestimmt. Es war das erste Mal, dass der Veranstaltungsort kurzfristig gewechselt werden musste. Mit den Gästen waren sich die Moderatoren am Ende darin einig, dass der spontane Ortswechsel keine negativen Auswirkungen gehabt und sich der Aufwand gelohnt hat, was durch anhaltenden Beifall bestätigt wurde.

Viele machten es sich an diesem Tag lieber in der schützenden Halle gemütlich, so dass die von der Gemeinde angebotenen Besichtigungstouren nicht die üblichen Teilnehmerzahlen fanden. Gefragt waren logischer Weise die überdachten Besichtigungen der Michaelskirche und des Bürgerhauses, während die Ortsrundgänge, die Touren zum Obsthof Wenz, zur Wasserkraftanlage und das Paddeln auf der Pfinz weniger Teilnehmer fanden. Ganz abgesagt wurde die Einführung in das Boule-Spiel durch die Nebenbuhler Pfinztal.

In der Räuchle-Halle unterhielten zunächst der Harmonikaring Berghausen und Heidi und Reinhard Weiß mit der Drehorgel die Gäste. Offiziell eröffnet wurde das dreistündige Programm um 15.00 Uhr durch ein Interview mit Bürgermeisterin Nicola Bodner. Die fand anerkennende Worte für das Engagement und die Flexibilität der Pfinztaler Helfer angesichts der widrigen äußeren Umstände. Viel zu sehen gab es danach bei einer Performance durch die Pfinztaler Künstler Ann-Kathrin Busse, Dietmar Zankel und Pavel Miguel. Wie früher Butter gemacht wurde und wie man Sensen dengelt demonstrierte Volker Schrimm, während Wolfgang Müller Mundartliches zum Besten gab.

Im achten Jahr gibt es diese informative und unterhaltsame Veranstaltung, in deren Verlauf stets eine einstündige Live-Sendung im Radio das Herzstück bildet. Bei den Mikrofon-Gesprächen standen Ferdinand Staiger zur Gemeindefusion, die Bäckermeister Alfred Gröger und Jörg Stucky zum gemeinsamen Backwerk "Pfinzi", BNN-Redaktionsleiter Dietrich Hendel und Friedhelm Wenz vom Obsthof Rede und Antwort. Eine Tanzshow aus Salsa und orientalischem Trommelsolo gab es durch Sarah Jasmin Ludwig und Sabrina Bauer zu sehen, während die "Lovely Caotics" Square Dance-Vorführungen demonstrierten. Abschließende Höhepunkte waren die Vorführungen junger Turnerinnen und Turner der TG Söllingen, die inmitten der Gäste an Boden, Balken und mit dem Trampolin tolle Leistungen zeigten sowie ein lustiger Sketch der Naturfreunde Söllingen.

Seit es das Sommererlebnis gibt, sind Günther und Ulla Gutgesell aus Wöschbach mit dabei. Auch im Nachbarort Söllingen war der über die Region verstreute Freundeskreis „Harter Kern“, dem sie angehören, zahlreich präsent. Sie und die anderen Gäste waren sich darin einig, dass sich der Besuch in Söllingen auf jeden Fall gelohnt hat.

Impressionen